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Stab
Regie Aki Kaurismäki Drehbuch Aki Kaurismäki Kamera Timo Salminen Schnitt Timo Linnasalo Produzent Aki Kaurismäki Darsteller
André Wilms Marcel Marx Kati Outinen Arletty Blondin Miguel Idrissa Jean-Pierre Darroussin Monet Elina Salo Barbesitzerin Kuoc-Dung Nguyen Chang Evelyne Didi Yvette Pierre Etaix Doktor Jean-Pierre Léaud Informant |
Le Havre
Finnland/Frankreich/Deutschland 2011, 93 Min.
R: Aki Kaurismäki D: André Wilms, Kati Outinen, Blondin Miguel u.a.
Marcel Marx, früher Autor und Bohemian, hat sich vor längerer Zeit in sein frei gewähltes Exil, die Hafenstadt Le Havre, zurükgezogen. Hier geht er inzwischen der ehrenwerten, aber nicht sonderlich einträglichen Tätigkeit eines Schuhputzers nach. Der Traum vom literarischen Durchbruch ist längst begraben und er führt ein zufriedenes Leben mit seiner Frau Arletty. Doch plötzlich erkrankt Arletty schwer, gleichzeitig kreuzt das Schicksal seinen Weg in Gestalt des minderjährigen Flüchtlings Idrissa aus Afrika. Und so ist Marcel gezwungen sich erneut gegen die menschliche Gleichgültigkeit zu erheben. Seine einzigen Waffen sind sein unerschütterlicher Optimismus und die ungebrochene Solidarität der Mitbewohner seines Quartiers.
Kinostart:
01. September 2011 (Deutschland)
FSK ab 12 J. Verleih: Pandora Filmverleih (Deutschland)
Erstellt
von Redaktion,
30.08.2011
Geändert von Redaktion, 15.12.2011 Meinung der RedaktionKaurismäki in BestformDer Meister des Minimalismus hat wieder zugeschlagen. Mit „Le Havre“ knüpft der finnische Ausnahmeregisseur da an, wo er in den 80er und 90er Jahren mit melancholischen Liebesfilmen wie „Schatten im Paradies“ oder „Tatjana“ begonnen hat. Für seine sympathische Außenseiterstory um einen Schuhputzer und seine schwer kranke Frau hat er in André Wilms, der schon in „Das Leben der Bohème“ mitwirkte, und in Kati Outinen, die seit 25 Jahren in Kaurismäki-Filmen so gut wie nie eine Miene verzieht, die idealen Protagonisten gefunden. Die meisterhafte Licht-und Schattengestaltung von Kameramann Timo Salminen, der typisch lakonische Humor des verrückten Finnen und ein grandioser Soundtrack, der in einigen kuriosen Rock’n’Roll-Nummern gipfelt, runden das einzigartiger Filmkunsterlebnis ab. Ein Sozialdrama mit positivem Ende, inszeniert ausgerechnet vom Kaurismäki, dem wohl unverbesserlichsten Pessimisten der Kinogeschichte.
Mit seiner minimalistisch-optimistischen Dramödie um sympathische Außenseiter zeigt sich der Finne Aki Kaurismäki in Bestform. Thomas Lassonczyk 21.09.2011
Presse6 Rezensionen
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