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Wer wenn nicht wir
Stab
Regie
Andres Veiel
Drehbuch
Andres Veiel
Buchvorlage
Gerd Koenen
Kamera
Judith Kaufmann
Schnitt
Hansjörg Weißbrich
Musik
Annette Focks
Produzent
Thomas Kufus
Darsteller
August Diehl
Bernward Vesper
Lena Lauzemis
Gudrun Ensslin
Alexander Fehling
Andreas Baader
Thomas Thieme
Will Vesper
Imogen Kogge
Rose Vesper
Michael Wittenborn
Helmut Ensslin
Susanne Lothar
Ilse Ensslin
Maria-Victoria Dragus
Ruth Ensslin
Drama - Kino

Wer wenn nicht wir

Deutschland 2011, 124 Min.
R: Andres Veiel
D: August Diehl, Lena Lauzemis, Alexander Fehling u.a.
Deutschland in den frühen 60ern: Noch ist das Land ruhig, doch der Aufbruch liegt bereits in der Luft. Auch Bernward Vesper, Sohn des NS-Schriftstellers Will Vesper, begehrt auf. Nachts hackt er wütende Sätze in die Schreibmaschine, die er der erstarrten Gesellschaft ins Gesicht schleudern will. Als er auf Gudrun Ensslin trifft, ist das der Beginn einer extremen Liebesgeschichte: bedingungslos, maßlos, bis über die Schmerzgrenze hinaus. Gemeinsam brechen sie auf, um die Welt zu erobern. Keine zehn Jahre später verliert sich Bernward auf Drogentrips im Wahnsinn, und Gudrun katapultiert sich in den bewaffneten Untergrund. Für beide wird es kein Zurück mehr geben.
Kinostart: 10. März 2011 (Deutschland)
Verleih: Senator (Deutschland)
Erstellt von Redaktion, 18.02.2011
2011-02-18 Geändert von Redaktion, 11.04.2011
Auszeichnung
Berlinale 2011: Alfred-Bauer-Preis; Deutscher Filmpreis 2011: Bronzene Lola
Pro
"Eine Vorgeschichte zum deutschen Terrorismus, wie sie in derart biographischer Eindringlichkeit noch nicht erzählt wurde", Rainer Gansera, SZ
Contra
"Fürchterlich vorhersehbar. Weil Veiels Film doch wieder einer dieser RAF-Biopics geworden ist, von denen es mittlerweile genügend gibt.", Peter Praschl, WamS

Auszeichnungen  

Deutscher Filmpreis 2011
Bester Spielfilm
Bronze

Presse  

6 Rezensionen

Neue Züricher Zeitung
Auch Terroristen haben Familie
Dem Film gerät alles zum Plakt. Er trieft vor Theatralik.
Joachim Güntner, 01.09.2011
Süddeutsche Zeitung
Wachrütteln - und retten
Mit größter Detailtreue und brillanten Darstellern verwebt er Gesellschaftliches und Privates. Eine Vorgeschichte zum deutschen Terrorismus, wie sie in derart biographischer Eindringlichkeit noch nicht erzählt wurde...
Rainer Gansera, 09.03.2011
Welt am Sonntag
Revolution statt Windelwechseln
Kein einziger RAF-Film, auch dieser nicht, hat den Mut, die RAF nicht zu verstehen. Sondern sie einfach zu zeigen.
Peter Praschl, 06.03.2011
Die Zeit
Politische Körper
In der Zeitspanne von 1962 bis zum Frankfurter Brandstifter-Prozess 1968 liegt für Veiel der Schlüssel zum Verständnis der Revolte, denn hier, in den Wirren der Leidenschaften und Abhängigkeiten, wird das Private politisch und die Politik radikal.
Thomas Assheuer, 03.03.2011
Süddeutsche Zeitung
Das Dichten und das Töten
Weil der Regisseur, der auch das Drehbuch geschrieben hat, so viel über seine Figuren weiß und erzählen kann, und weil alle diese Äste und Zweige im Ursachendickicht wichtig sind, wünschte man sich, dass der Film länger wäre...
Martina Knoben, 18.02.2011
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Energie gleich Erfahrung mal Hass im Quadrat
Dies ist kein schlechter Film. Es ist nur nicht der Film, den man von Andres Veiel erwartet hätte. Wahrscheinlich hat nicht nur er die Schwierigkeiten des Wechsels vom Dokumentarischen zum Fiktionalen unterschätzt.
Andreas Kilb, 18.02.2011

4 Interviews

Der Spiegel
"Ihr spinnt, Mutter ist in der Küche"
Der Film hat mich teilweise berührt, un des gibt darin Szenen, bei denen ich mit dem Kopf nicke. Aber überwältigt fühle ich mich nicht. Auch nicht, als würde an meinem offenen Herzen operiert.
Martin Wolf und Philipp Oehmke im Gespräch mit Felix Ensslin, 28.03.2011
Die Welt
"Mich interessieren die verborgenen Treibsätze"
Mein Film ist nicht die finale Wahrheit, aber ich denke, dass ich durch meine Recherchen an diese Treibsätze näher heran gekommen bin.
Hanns-Georg Rodek im Gespräch mit Andres Veiel, 10.03.2011
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die Systemfrage muss man immer wieder stellen
Man muss sich nur mal Interieur dieser Wohnungen ansehen. Das sind alles politische Aussagen. Wie haben die Menschen sich eingerichtet? In welchen Räumen leben sie? In welchem Denken sind sie? Das ist doch Politik.
Rüdiger Suchsland im Gespräch mit Andres Veiel, 10.03.2011
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Wie alles anfing
Aust: Icih kenne das Buch von Gerd Koenen, und das hat der Film gut umgesetzt. Aber es ist nicht so, dass mir etwas aufgegangen wäre, was mir vorher nicht klar war.
Peter Körte und Claudius Seidl im Gespräch mit Andres Veiel und Stefan Aust, 06.03.2011

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