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Roman
- Buch
Charlotte Roche:
Schoßgebete
Am liebsten tagsüber und Fenster zu, damit die Nachbarn nichts mitkriegen. So mag es Elizabeth. Ihr Mann Georg macht die Heizdecken auf dem Bett an, dann kann´s losgehen. Ihre männerhassende Mutter mag denken, dass Sex etwas Schlechtes sei, sie nicht. Aber Sex ist ja nicht alles, es gibt auch noch ihre Tochter Betty, und es gibt den Exmann, Bettys Vater. Und ihre Ängste und die schrecklichen Eltern. Wobei diese Themen für Elizabeth seit dem Unfall immer zusammengehören. "Schoßgebete" erzählt von Ehe und Familie. Es ist die Geschichte einer so unerschrockenen wie verletzlichen jungen Frau.
Erstellt
von Redaktion,
23.07.2011
Geändert von Redaktion, 03.09.2011 Pro "Charlotte Roche hat ein Buch geschrieben, das uns weit über die Lektüre hinaus bewegt und beschäftigt. Das lässt sich von manch einem literarischen Meisterwerk nicht sagen.", Felicitas von Lovenberg, FAZ
Meinung der RedaktionEin Buch, das über seine Autorin hinaus viele Fragen aufwirftKeine Frage, das Thema Sex ist obligatorisch in einem Roche-Roman. Dennoch erwarten einen hier keine "Feuchtgebiete", sondern zwar bisweilen explizite, aber authentisch-nüchtern beschriebene und auch witzige Stellen über die Handlungen im beheizdeckten Ehebett.
Die schonungslose Offenheit der Erzählerin Elizabeth, die man drei Tage lang im Bett, auf der Therapiecouch, im Bordell und in der Rückblende auf die Zeit unmittelbar nach dem Unfall beobachtet, packt einen – vorausgesetzt, man lässt sich auf Roches flapsigen Ton ohne aufgesetzte sprachliche Schnörkel ein. Elizabeth Kiehl ist zu einem Teil Charlotte Roche, sicher. Charlotte Roche verarbeitet ihr eigenes Trauma im Roman, mag sein. Das kann man exhibitionistisch finden oder mutig, das spielt keine Rolle: "Schoßgebete" ist ein Buch, das über seine Autorin hinaus viele Fragen aufwirft – über sexuelle Moralvorstellungen, über den Umgang mit Verlustängsten und persönlichen wie gesellschaftlichen Tabus. Sonja S. 03.09.2011
Presse8 Rezensionen
Neue Züricher Zeitung
Welt am Sonntag
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Die Welt
Die Zeit
Süddeutsche Zeitung
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Welt am Sonntag
1 Interview
Der Spiegel
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