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Engel des Vergessens
Roman - Buch
Maja Haderlap:

Engel des Vergessens

Maja Haderlap erzählt die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes. Erinnert wird eine Kindheit in den Kärntner Bergen. Die Autorin beschwört die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und die Eigenarten der Nachbarn. Erzählt wird von dem täglichen Versuch eines heranwachsenden Mädchens, ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung zu verstehen. Zwar ist der Krieg vorbei, aber in den Köpfen der slowenischen Minderheit, zu der die Familie gehört, ist er noch allgegenwärtig.
Erstellt von Redaktion, 15.07.2011
2011-07-15 Geändert von Redaktion, 29.01.2012
Auszeichnung
Ingeborg-Bachmann-Preis 2011; SWR-Bestenliste September/Oktober 2011; Bruno-Kreisky-Preis 2011

Presse  

6 Rezensionen

Neue Züricher Zeitung
Gegen das Schweigen nach dem Sturm
Dass sie mit einem Auszug aus ihrem Roman 'Engel des Vergessens' den letzten Bachmann-Preis gewonnen hat, ist nicht nur aus ästhetischen Gründen richtig.
Franz Haas, 08.10.2011
Die Zeit
Gerechtigkeit für die Slowenen
In diesem Buch hat sie ihre Sprache noch nicht gefunden. Es ist ja, selbst wenn man den Begriff sehr weit fasst, kein Roman, es schwankt zwischen einer Autobiografie und einem historischen Sachbuch.
Ulrich Greiner, 21.07.2011
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wenn der Krieg die Landschaft unterjocht
... Dass ihr dabei ausgerechnet jene Bilder, in denen sie um poetische Dichte bemüht ist, verrutschen, verwundert gerade deshalb, weil die 1961 Geborene ... bisher vor allem als Lyrikerin in Erscheinung getreten ist.
Wiebke Porombka, 19.07.2011
Der Spiegel
Im Keller summen die Bienen
Es gibt viele anrührende Porträts und ein paar seltsame Brüche in diesem Buch, etwa wenn die Autorin die Erinnerungen ihrer Heldin mit pamphlethaften Attacken auf die österreichische Politik verknüpft.
Wolfgang Höbel, 18.07.2011
Die Welt
Verwerfung in Kärnten
Die Stärke von Maja Haderlaps Roman liegt gerade darin, dass er tief in die Zeiten zurückgeht, um die Gegenwart erkennbar zu machen.
Paul Jandl, 16.07.2011
Süddeutsche Zeitung
An der Grenze entlang, in die Geschichte hinein
Das Raffinierte an Haderlaps Roman ist, dass er sich zunächst als eine Idylle präsentiert, in die das zersetzende Gift der Verstörung tröpfchen-, also: satzweise einsickert.
Christoph Schröder, 14.07.2011

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