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Zielinski
Roman - Buch
Nina Jäckle:

Zielinski

Zielinski zieht in die Wohnung eines allein lebenden Mannes. Zielinski, der gepflegte, höfliche Fremde lebt fortan in einer mit blauem Samt ausgeschlagenen Holzkiste, im größten Zimmer des erzählenden Protagonisten. Es riecht nach Holz. Riecht es wirklich nach Holz? Zielinskis Stimme ist schön. Spricht Zielinski wirklich? Dieser Roman stellt dar, wie Phantasien und Systeme greifen, wie es funktioniert, sich selbst voll und ganz in eine verheerende Idee zu verstricken, sich sogar in sie zu verlieben.
Erstellt von Redaktion, 23.05.2011
2011-05-23 Geändert von Redaktion, 17.07.2011
Pro
"Stilistisch agiert Nina Jäckle mit beeindruckender Sicherheit; ihre knappen Sätze sind makellos und steigern die Lust, sich auf das Prosaspiel einzulassen.", Rainer Moritz, NZZ
Contra
"Von Seite zu Seite nimmt die Zähigkeit zu.", Maike Albath, SZ

Presse  

3 Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Das Phantom in der Kiste
Sie lässt den Leser letztlich ratlos und allein mit den Schimären einer solipsistischen Obsession zurück.
Martina Halter, 13.07.2011
Neue Züricher Zeitung
Der Feriengast
Stilistisch agiert Nina Jäckle mit beeindruckender Sicherheit; ihre knappen Sätze sind makellos und steigern die Lust, sich auf das Prosaspiel einzulassen. Und dennoch bleibt der Eindruck, dass diese Autorin grössere Sprünge tun könnte.
Rainer Moritz, 31.05.2011
Süddeutsche Zeitung
Trockenschwimmen im Wahn
Immer wieder suggeriert die Sprache etwas Bedeutungsvolles, das dann aber im Vagen wie in einem Schutzraum verbleibt, den es nicht verlassen mag. Die Figuren wirken hohl.
Maike Albath, 19.05.2011

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Kommentare  

Wunderbares Buch
»Ein Mann wird ver-rückt. Rückt raus aus dem richtigen Leben, sieht Menschen, die andere nicht sehen, hört Stimmen, die andere nicht hören. Was ist richtig, was ist falsch? Am Ende des Buches weiß man es selbst nicht mehr. Eine irre, beklemmende Geschichte, die einen lange nicht loslässt.« »Buch der Woche« im wdr5-Literaturmagazin »Bücher« von Christine Westermann
»Wer in literarischen Texten gerne realistische Haltepunkte um sich hat, wird sich bei der Lektüre von Nina Jäckles neuem Roman anfangs solche Fragen stellen und auf Aufklärung durch die Autorin hoffen. Vergeblich, denn wie schon in ihren früheren Büchern liebt es Nina Jäckle, absurde Konstellationen zu errichten und die vermeintlich so festgezogene Grenzlinien zwischen innen und außen spielerisch verschwimmen zu lassen. Stilistisch agiert Nina Jäckle mit beeindruckender Sicherheit; ihre knappen Sätze sind makellos und steigern die Lust, sich auf das Prosaspiel einzulassen.« Rainer Moritz, NZZ

»Nina Jäckle hat sich mit dem Roman Zielinski (Klöpfer & Meyer) sehr viel vorgenommen und wählt ein Thema, bei dem einem unweigerlich Franz Kafka, Dino Buzzati und Juan Carlos Onetti in den Sinn kommen. Durch die Erzählperspektive lässt sie den Leser direkt teilhaben an den wahnhaften Verstrickungen ihres Helden.« Maike Albath, Süddeutsche Zeitung

»Das andere Ego aus der Kiste: In Jäckles klarer, unsentimentaler Sprache entsteht ein Gedankenkonstrukt, in dem Handlungen, die gemeinhin als verrückt gelten, plötzlich verständlich erscheinen. Jäckle denunziert weder den Protagonisten noch bagatellisiert sie seine Krankheit. Als Leser beginnt man vielmehr, nach den eigenen Ticks zu fragen, wie, summend auf und ab zu gehen oder still vor sich hin zu zählen. Auf schauderhafte Weise wird deutlich, wie gering der Abstand zwischen harmloser Macke und handfestem Wahnsinn ist.« Berliner Zeitung

»Anatomie einer Selbstentfremdung? Nina Jäckles Roman »Zielinski« ist die gelungene Beschreibung eines Zerfalls. Dass die Autorin
TW, 11.06.2011 2 Beiträge, 0 x als Empfehler gewählt
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