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Mann im Dunkel
Roman - Buch
Paul Auster:

Mann im Dunkel

Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz.
Der 72-jährige August Brill, Ex-Literaturkritiker und Journalist, sitzt morgens um drei in seinem Rollstuhl im dunklen Wohnzimmer. In der Schwebe zwischen Wachen und Schlaf denkt er sich eine Geschichte aus, um seine nächtens überhandnehmenden Sorgen zu verdrängen: Ein Mann erwacht in einem tiefen Erdloch. Wie er hineingekommen ist, weiß er nicht. Zufällig hat er noch seine Brieftasche und versichert sich, dass er Owen Brick heißt und als Zauberer in Queens lebt. Als ihn bei Tagesanbruch schließlich ein Uniformierter befreit, spricht der ihn jedoch als "Corporal" Brick an und gibt ihm nebst einer geladenen Pistole den Auftrag, sich in die nächste Stadt zu begeben und dort im Auftrag der Sezessionstruppen einen Mann zu erschießen, dessen Tod den seit Jahren tobenden Bürgerkrieg sofort beenden würde. Bürgerkrieg? Man schreibt doch das Jahr 2007, Amerika führt Krieg im Irak, aber einen Bürgerkrieg?
Erstellt von SH 07.10.2008
2008-10-07 Geändert von Redaktion, 08.02.2009
Pro
"Paul Auster hat nun wieder ein Buch auf der Höhe seines Schaffens vorgelegt.", Jürgen Brocan, NZZ
Contra
"Man weiss nicht, was man zuerst bemängeln soll an Austers missglücktem Buch.", Christoph Schröder, Tagesspiegel

Presse  

6 Rezensionen

Der Tagesspiegel
Puzzle vom Ich
Man weiss nicht, was man zuerst bemängeln soll an Austers missglücktem Buch.
Christoph Schröder, 11.01.2009
Süddeutsche Zeitung
Der Irak-Krieg im Nebenzimmer
Verglichen mit früheren Romanen Paul Austers ist 'Mann im Dunkel' düsterer und weniger verspielt, besitzt dafür aber eine menschlichere und auch offenkundig persönlichere Seite.
Kai Wiegandt, 07.01.2009
Frankfurter Rundschau
Und die wunderliche Welt dreht sich weiter
Dass die reale Politik in Austers Fiktion angekommen ist, hat zu einer erstaunlichen Erdung der Handlung geführt.
Ulrich Sonnenschein, 12.12.2008
Die Zeit
Die Liebe in Zeiten des Krieges
Ein kleines, turbulentes, erotisches Meisterwerk.
Klaus Harprecht, 11.12.2008
Neue Züricher Zeitung
Die Albträume der Wirklichkeit
Paul Auster hat nun wieder ein Buch auf der Höhe seines Schaffens vorgelegt.
Jürgen Brocan, 02.12.2008
Der Standard
Fluchtlinien aus einer stillen Misere
Ein Buch, in dem das Erzählen im Vordergrund steht - die Macht, sich Fluchtlinien aus der eigenen Misere herbeizufabulieren.
Dominik Kamalzadeh, 30.09.2008

2 Interviews

Der Tagesspiegel
"Obama muss jetzt auch gewinnen"
Denis Scheck im Gespräch mit Paul Auster, 04.11.2008
Neue Züricher Zeitung
"Sprache schenkt uns die Welt und nimmt sie uns zugleich"
Thomas David im Gespräch mit Paul Auster, 04.10.2008

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