|
|
Sei soloSonaten und Partiten für Violine solo
K: Johann Sebastian Bach
I: Thomas Fheodoroff
In den Jahren 1717 bis 1723 wirkte Johann Sebastian Bach als "Hofkapellmeister und Director der fürstlichen Cammermusiken" am Hof des Fürsten Leopold von Anhalt-
Dabei widmete sich Bach auch vermehrt der Sololiteratur: Das "Clavierbüchlein für Wilhelm Friedemann Bach", der erste Teil des "Wohltemperierten Claviers" sowie die Werke für Violine und Violincello solo stammen aus dieser Schaffensperiode. Im Frühsommer 1720 begab sich Fürst Leopold für mehrere Monate auf einen Kuraufenthalt nach Karlsbad. Während dieser Zeit entstand eine der schönsten Handschriften Bachs überhaupt: "Sei Solo a Violino senza Basso accompagnato. Libro Primo.da.Joh.Seb.Bach.ao. 1720" schrieb Bach als Titel über seine Reinschrift der sechs Kompositionen für Sologeige. Sei Solo a Violino senza Basso accompagnato ist mehr als bloß ein wunderbares Manuskript. Gleich einem Monolith stehen die drei Sonaten und drei Partiten mit ihrem barocken Kosmos der Affekte in der gesamten Violinliteratur da: Das "Melodieinstrument" Geige wird plötzlich alleine gelassen, ohne Basso Continuo, und soll nun angefangen vom italienischen Adagio über Fugen, Doubles, Tänze, bis hin zur berühmten Ciaccona alles alleine bewältigen.
Erstellt
von Redaktion,
03.07.2008
Geändert von Redaktion, 03.07.2008 Pro "So, kaum geblendet durch den Geiger, glaubt man Bach beim ersten Improvisieren der Musik zu hören.", Reinhard J. Brembeck, SZ
Presse1 Rezension
Süddeutsche Zeitung
|
| Diese Seite |
Merken
|
Drucken
|
Versenden
|
|
|